Kleine Superhelden- Was wir von unserem Baby lernen dürfen

Dienstag, 16. Dezember 2014


Ein sehr wichtiges Thema in Sachen Erziehung ist die Frage: Wie kann ich meinem Kind ein gutes Vorbild sein? Aber wisst ihr was? Jetzt wo MoJo gerade ganz frisch 4 Monate alt geworden ist, ist mir viel eher danach, euch davon zu berichten, was ich von meinem Baby lernen durfte! Und das war viel mehr, als ich zu Beginn gedacht hatte! Denn auch wenn Babys noch so klein und hilflos scheinen, gibt es doch so Einiges, das wir uns von unserem Nachwuchs abschauen können ;)




Lach aus ganzem Herzen!


Lachen ist gesund. Das wissen wir alle. Sogar genauso gesund wie 20 Minuten Joggen. Statistisch gesehen lachen Erwachsene jedoch nur 15 Mal pro Tag. Schade eigentlich. Und wie sieht das bei den Kleinsten aus? Die legen da im Vergleich zu ihren Eltern gewaltig vor: Bis zu 400 Mal am Tag lachen Babys :) Das finde ich beeindruckend :) Vor allem, wenn ich daran denke, wie oft Erwachsene gespielt lächeln oder lachen- weil ihnen eigentlich nicht danach ist oder auch weil es gesellschaftlich einfach von ihren erwartet wird. Wenn Babys lachen, dann tun sie das nicht nur quantitativ häufig- auch die Qualität ist faszinierend. Habt ihr das an eurem Kind auch schon beobachtet? Sie lachen wirklich von ganzem Herzen! Und sie machen sich auch nicht wie Erwachsene Sorgen darum, wie sie dabei aussehen könnten. Sie lächeln bis über beide Ohren, sodass bei allen die es sehen, die Sonne im Herzen aufgeht. Von all dem können wir Erwachsenen uns eine Scheibe abschneiden. Aber wisst ihr was? Seitdem MoJo auf der Welt ist, habe ich das Gefühl, dass auch ich viel häufiger lache! Ein Babylachen ist eben auch hochgradig ansteckend ;)



Aufrichtigkeit ist kein Tabu!


Habt ihr schon einmal gesehen, wie euer Baby auf andere Leute reagiert? Es scheint, als wäre es ein offenes Buch. Man sieht sofort, ob es sich freut, oder ob es gerade keine Lust auf sein Gegenüber hat. Natürlich wäre es wahrscheinlich fatal, wenn alle Erwachsenen in jeder Situation so reagieren würden. Aber manchmal denke ich, dass es uns sehr gut tun würde, ehrlicher zu uns und anderen zu sein. Konflikte nicht hinter dem Rücken anderer zu lösen, sondern im direkten Gespräch. Es tut gut, sich nicht immer auf die Zunge zu beißen, sondern seine eigene Meinung auch offen vertreten zu können. Wenn man dabei im Blick hat, seine Mitmenschen nicht unnötig zu verletzen, dann kann das eine echte Qualitätssteigerung des eigenen Lebensgefühls bedeuten und Beziehungen zu anderen auf einem ehrlichen und damit stabileren Fundament stehen lassen.


Aber was noch schöner ist, und was wir in Sachen Aufrichtigkeit noch von Babys lernen können: Zeige ruhig deine Zuneigung! Wir sparen manchmal sogar mit unseren positiven Emotionen, einer Umarmung, einem Kuss, einem Kompliment oder Lob. Wieso eigentlich? Wenn du jemanden magst, dann lass es ihn auch wissen :) Das macht euch beide glücklich :) So machen es auch Babys. Sie zeigen ihre Zuneigung deutlich und machen uns Erwachsene damit sehr froh und stolz. Und was noch schön ist: Sie sind nicht nachtragend, sondern vergeben schnell und immer wieder aufs Neue :)




Vergiss auch deine eigenen Bedürfnisse nicht!


Manche halten Babys ja für egoistisch. Sie weinen wann sie wollen, machen die Windeln voll, wann sie wollen, schlafen wann und wo sie wollen. Es ist ihnen dabei egal, ob sie eigentlich gerade ruhig sein müssten, ihre Kacka-Fahne den Geruchssinn anderer Menschen belästigt, oder ob gerade mal nicht der richtige Zeitpunkt für ein Schläfchen ist. Natürlich ist das die besonders negative Sicht der Dinge und man kann das Ganze ja zum Glück auch anders sehen ;) Auch hier wäre es schlimm, wenn sich jeder Erwachsene zu jeder Zeit genauso benehmen würde. Aber genauso schlimm ist es, wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse viel zu oft verleugnen und sie nicht ausleben. In einem gesunden Maße sollten auch wir mal ,,egoistisch" sein, und auf unsere eigenen Bedürfnisse achten. Das würde uns viel ausgeglichener und zufriedener machen. Also warum nicht mal die Gelegenheit für ein Mittagsschläfchen nutzen, wenn einem danach ist und es gerade irgendwie möglich ist ;) ? Oder einfach mal nen Babysitter anzurufen, um einen Nachmittag nur für sich zu haben. Ein paar Stunden, in denen man einfach tun und lassen kann, was man will. Oder wie wäre es auch endlich mal wieder mit einem schönen Abend gemeinsam mit dem Partner, an dem man in Ruhe Quali-Time miteinander verbringen kann?



All diese Dinge (und noch viele mehr) machen Babys zu Helden für uns Erwachsene. Ich will in Zukunft weiterhin darauf achten, dass nicht nur ich ein Vorbild für meinen Sohn bin, sondern auch immer wieder schauen, was auch ich mir von diesem kleinen Superhelden abschauen kann ;)


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