Mama Freundschaften

Dienstag, 9. Dezember 2014

Seitdem MoJo auf der Welt ist, hab ich selten mal bis in die Nacht hinein ferngesehen. Jede Minute Schlaf hat als Mutter eben einen ganz anderen Wert bekommen :D  Doch am Wochenende haben mich Joko und Klaas mit ,,Mein bester Feind" am Bildschirm kleben lassen. Das war jetzt natürlich nicht die sinnvollste oder lehrreichste Sendung, aber irgendwie trifft diese Mischung aus Stefan Raab und Jackass doch meinen Humor :D Der Ablauf ist leicht erklärt: Verschiedene Menschen stellen sich z.T. sehr gefährlich anmutenden oder auch peinlichen Challenges. Aber sie selbst gewinnen dadurch nichts. Ihr bester Freund, der sie zuvor übrigens auch für dieses Format angemeldet hat, sahnt die Preise ab. Und auch wenn diese Art von Sendungen manchmal sehr grenzwertig ist, hab ich irgendwie auch die besondere Gabe, die romantische Idee dahinter zu sehen :D Freunde, die sich für einander aufopfern, ganz selbstlos, weil sie selbst nichts davon haben, sondern der Andere... Das fesselt mich. Ich liebe meine Freunde und ich bin froh, dass ich solche selbstlosen Momente auch mit ihnen erlebt habe.  

Meiner Erfahrung nach gibt es aber zwei Momente im Leben, wo sich die eigenen Freundschaften zwangsweise verändern. Wenn einer vorher Single war und dann einen Partner hat. Oder eben auch wenn plötzlich Nachwuchs im Spiel ist. Sowohl für den Partner als auch fürs Kind braucht man viel Zeit, darunter leidet oft eine Freundschaft. Besonders schlimm ist, wenn dein Freund oder deine Freundin deinen Partner nicht leiden kann. Oder später kann es auch schwierig werden, wenn er oder sie rein gar nichts mit Kindern anfangen kann. Aber besonders an diesen Punkten im Leben sollte man um seine Freundschaften kämpfen und sie nicht einfach opfern. Aber wie?



Wenn deine Freunde dein Kind mögen und auch gerne Zeit mit ihm verbringen, dann ist es meiner Meinung nach einfacher. Da kann man die Freundschaft pflegen, indem man oft gemeinsam Dinge unternimmt oder die Freunde einfach zu sich nach Hause einlädt. Dann stört das Baby nicht, sondern ist ein willkommenes neues Mitglied der Freundschaft. Ich finde es besonders schön, wenn man seine Freunde richtig in die neue Familie mit einbezieht. Wenn man ihnen klar macht, dass auch sie als ,,Onkel" und ,,Tanten" wichtig fürs Kind sind. Und wenn man ihnen auch mal Verantwortung überträgt: Babysitten, Windeln wechseln, das Fläschchen geben. Das alles zeigt deinen Freunden, dass du ihnen so sehr vertraust, dass du ihnen sogar dein eigenes Baby anvertraust. Und wenn man dann bei all dem noch schafft, auch Zeit für Gespräche zu zweit zu finden, dann können diese Freundschaften sogar mit der Zeit noch schöner und intensiver werden als vor dem Kind.

Doch was wenn ein Teil deiner Freunde nichts mit Kindern anfangen kann bzw. eher darauf bedacht ist Zeit mit dir alleine zu verbringen? Auch dann sollte man den Kontakt nicht abbrechen, das wäre nicht fair. Besser ist es, sich auch in die Lage des Anderen hinein zu versetzen. Plötzlich ist alles anders, du hast dein Baby als neues Lieblingsthema, man kann nicht mehr einfach so spontan etwas mit dir unternehmen... All das sind Dinge, an die sich deine Freunde erst einmal gewöhnen müssen. Und für sie ist das auch nicht immer leicht. Wenn man sie trotzdem nicht verlieren will, ist es wohl das Beste ihnen eine innige Beziehung zu deinem Baby nicht aufzuzwingen. Das kommt mit der Zeit eventuell von ganz alleine. Vielmehr ist es dann ein Zeichen deiner Freundschaft, wenn du dich solidarisch zeigst, indem du immer wenn es möglich ist und dir danach ist, einen Babysitter zu suchen und einfach mal das zu unternehmen, was deine Freunde sich gerne wünschen. So sind auch diese Freundschaften nach dem eigenen Nachwuchs nicht zum Scheitern verurteilt :)


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