Das ewige Drama um die richtige Fläschchentemperatur - Produkttest Babykostwärmer vs. NIP Fläschchen-Wasser-Abkühler "Cool Twister"

Sonntag, 14. Juni 2015


Zumindest kam es mir ewig vor in den ersten Wochen nach MoJos Geburt. Irgendwie war für mich während der Schwangerschaft selbstverständlich, dass ich stillen würde. Um das ,,Was wäre, wenn nicht?" habe ich mir gar keine Gedanken gemacht. Ich hatte mich einfach null über verschiedene Fläschchen, Säuglingsnahrungen und deren Zubereitung schlau gemacht, so sicher war ich mir. Naja, im Endeffekt lief dann leider doch nicht alles so wie gedacht, und ich musste mich früher als mir eigentlich lieb war, mit dem Thema auseinandersetzen.  Was die Fläschchen an sich angeht, sind wir relativ schnell  bei der Linie,,Naturnah" von Philips Avent gelandet. Die hat unser Kleiner am Besten angenommen und wir waren auch von der Qualität überzeugt.
Schwieriger wurde es, als wir uns dann logischerweise als nächstes mit der Frage auseinandersetzen mussten, wie wir die Fläschchen denn am besten und schnellsten zubereiten können. Quasi sofort nachdem wir aus der Klinik kamen, musste mein Mann also nochmal los, und ließ sich im Babyfachgeschäft beraten. Zurück kam er mit einem ganz klassischen Babykostwärmer von NUK


Den benutzen wir auch heute noch, um selbstgemachten Babybrei zu erwärmen. Besonders praktisch ist er auch für unterwegs, weil er nicht allzu groß ist. Auf jeden Fall für uns ein sehr nützliches Produkt, das bei uns oft im Gebrauch ist und dessen Kauf wir nicht bereuen. Aber nochmal zurück zur ersten Zeit zuhause: Nutzt man diesen Fläschchenwärmer für die Zubereitung der Milchnahrung muss man ja zunächst erst einmal Wasser abkochen und es dann abkühlen lassen, um die Keimbelastung so gering wie möglich zu halten, vor allem im ersten halben Lebensjahr. Übergießt man das Milchpulver mit zu heißem Wasser, können dadurch wichtige Vitamine zerstört werden. Aber bis das Wasser genug abgekühlt ist, dauert es natürlich so seine Zeit. Wir mussten ständig darauf achten, genügend vorher abgekochtes und danach abgekühltes Wasser in einer Thermoskanne bereit gestellt zu haben. Und wenn wir dieses dann in den Wärmer getan haben, mussten wir ständig zwischendurch auf der Hand ausprobieren, ob die Milch nun warm genug ist. Das war dann immer ein ziemliches Hin und Her, was vor allem nachts sehr nervenaufreibend sein kann. Die Nächte waren besonders in den ersten Wochen schlaftechnisch ziemlich hart. Und wenn man dann bald wie ein Mama-Zombie zigmal in unregelmäßigen Abständen aufsteht, ist man dankbar, wenn es mit dem Fläschchen so schnell und einfach wie nur möglich klappt.

Um das ständige Kontrollieren der Temperatur zu umgehen (in der Anfangszeit haben wir das doch tatsächlich noch jedes Mal mit einem Thermometer gemacht, heute muss ich darüber schmunzeln), haben wir uns zusätzlich noch einen digitalen Babykostwärmer von Beurer gekauft.
 
Der ist echt super, da man mit ein wenig Ausprobieren die Zeit einstellen kann, die der Wärmer braucht, bis eine trinkfertige Temperatur von ca. 37 Grad erreicht ist. Wenn man diese Minutenzahl einmal raus hat, erspart man sich daraufhin das viele Probieren zwischendurch. Das fanden wir wirklich angenehm. Der Nachteil hierbei: Das kann mit diesem Gerät auch mal 12-15 Minuten lang dauern. Wenn es dann schnell gehen muss, ist das unserer Erfahrung gemäß eindeutig zu lang.  Erst als MoJo einen einigermaßen festen Trinkrhythmus hatte, konnten wir die Vorteile dieses Produkts genießen. Wenn ich weiß, dass er in 3 Stunden wieder sein Fläschchen braucht, beginne ich halt 15 Minuten vorher mit der Zubereitung, während des Erwärmens brauche ich mir dann keine Gedanken zu machen, ob es nun schon warm genug ist oder nicht. Sobald die Zeit abgelaufen ist, kann es losgehen mit dem Trinken. Auch sehr praktisch! Aber wie gesagt, nur wenn man das Ganze zeitlich ein wenig abschätzen kann. Für unterwegs finde ich diesen Wärmer übrigens etwas zu groß, da nehmen wir lieber den von NUK mit. 

Als wir bei dem ganzen Fläschchendrama routinierter wurden, sind wir übrigens meistens auf das Thermoskannenprinzip umgestiegen. Eine Thermoskanne mit heißem Wasser, daneben eine mit abgekühlten. Und wenn der Hunger sich wieder meldet, wird eben beides gemischt. Das geht nicht immer gut, hat aber mit der Zeit immer besser geklappt. Und geht eben auch ziemlich schnell. Zwei kleinere Thermoskannen können wir auch locker an Außentaschen rechts und links an meiner Wickeltasche für unterwegs mitnehmen. Aber ein bisschen Übung/Geschick/Glück oder wie auch immer man das dann nennen möchte, braucht man schon, um am Ende die richtige Temperatur hinzubekommen. Gerade als wir uns mit dieser Methode arrangiert haben, um Fläschchen zuzubereiten und die gekauften Wärmer eigentlich nur noch für das Erwärmen von Brei nutzten, schickte mir miBaby den  NIP Cool Twister zum Testen zu. Ich war auch sehr neugierig, denn die Hersteller dieses Produkts versprechen, dass man damit kochendes Wasser ganz ohne Strom innerhalb von 80 Sekunden temperaturgenau abkühlen kann. Wow, das klingt eindeutig nach einer Rekordzeit! Kinderleicht sollte das ganze auch noch sein und außerdem sehr praktisch für unterwegs. 


Alle diese Versprechen habe ich überprüft und mich hat es ehrlich gesagt selbst gewundert, dass hiermit keineswegs übertrieben wurde. Dieses Produkt hält wirklich, was es verspricht!  Hier mal das passende Produktvideo, damit ihr euch das Prinzip des Cool Twisters besser vorstellen könnt, falls ihr ihn noch nicht kennt:


                                                 

Den Kühlbehälter bewahrt man einfach im Kühlschrank auf. Nach ca. 2 Stunden ist er gebrauchsfertig. Das kochende Wasser füllt man in einen mit enthaltenen Becher. Diesen verschraubt man mit dem Kühlbehälter, dreht das Ganze einmal um und stellt es kopfüber auf das Fläschchen. Das heiße Wasser bahnt sich dann innerhalb einer Minute seinen Weg durch die innen liegenden Kühlspiralen und wird durch das Prinzip des Wärmetausches abgekühlt. Je mehr Wasser man in den Behälter gefüllt, desto stärker wird das kochende Wasser schließlich abgekühlt. So kann man anhand der Menge des Kühlwassers die Endtemperatur bestimmen. Die genauen ml-Angaben und die entsprechenden Temperaturwerte stehen sogar direkt auf dem Kühlbehälter. So braucht man keine Angst davor zu haben, die Bedienungsanleitung zu verlieren ;) 40,50, 60 oder 70 Grad sind mit diesem Prinzip einfach zu erreichen. Nur Vorsicht: Nicht die Finger verbrennen, sondern lieber ein Tuch zu Hilfe nehmen, wenn man den Behälter mit dem heißen Wasser anfasst. Und natürlich schön aufmerksam darauf achten, dass alles fest verschraubt ist, damit nichts ausläuft. 




Eigentlich echt clever. Zunächst habe ich mir nur Gedanken darüber gemacht, wie ich das Wasser, das ich vorher eine lange Zeit abkühlen lassen musste, anschließend wieder so schnell wie möglich warm bekommen könnte, am besten auf genau 37 Grad. Dass es auch andersherum geht, wäre mir gar nicht in den Sinn gekommen. Aber klar, warum nicht? Hier gibt es eine Lösung, wie man das kochende Wasser schnell und einfach (es dauert wirklich nur eine Minute lang) abkühlen kann. So muss ich nicht mehr ständig kaltes, abgekochtes Wasser parat haben. Ich schmeiße einfach meinen Wasserkocher an, lasse das heiße Wasser schließlich durch den Cool Twister laufen, daraufhin hat es genau die richtige Temperatur. Und ratz, fatz ist das Fläschchen fertig. So simpel und doch so genial. Hätte ich dieses Produkt nur früher schon gekannt... Das hätte mir vor allem zur Anfangszeit, in der ich noch recht unsicher bei der Zubereitung von MoJos Fläschchen war, eine Menge Zeit und Mühe erspart. Unterwegs funktioniert das Ganze sogar auch überraschend gut. Den leeren Twister in die Wickeltasche, dazu eine Thermoskanne mit dem heißen Wasser. Unterwegs habe ich in den Twister einfach möglichst kaltes Leitungswasser gefüllt. Das hat dann auch funktioniert (wahrscheinlich weil auch das Wasser in der Thermoskanne ja nach und nach nicht mehr so heiß ist und nicht mehr ganz so stark abgekühlt werden muss). 


Mein Fazit: 

So lange es nur darum geht Trinkfläschchen vorzubereiten, würde ich eindeutig den  NIP Cool Twister empfehlen. Meiner Erfahrung nach die schnellste und unkomplizierteste Lösung. Später sind aber besonders zum Erwärmen von Brei Babykostwärmer sehr praktisch. Isst dein Kind in relativ geregelten Abständen, finde ich den digitalen Babykostwärmer von Beurer klasse, da man so genau weiß, wann die Mahlzeit fertig ist. Für unterwegs, oder wenn es mal etwas schneller gehen soll, würde ich aber dann den klassischen Babykostwärmer von NUK bevorzugen. 


6 Kommentare |

  1. Super Post mit klasse Tipps :) wenn es bei mir mit dem Stillen auch Probleme geben sollte, werde ich Deine tollen Ratschläge auf jeden Fall ausprobieren :)
    LG

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  2. Wir haben auch 2/3 kaltes Wasser im Fläschchen gehabt und mit 1/3 heißen aus der Thermoskanne aufgefüllt...sind damit super gut und immer schnell gefahren...keine langen Tränen, wenn der Hunger wie eine Welle über sie kam.

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  3. Danke für deine review. Auch hier gibt es leider gerade Stillprobleme und ich werde mir jetzt den cool twister zulegen, danke :-*

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  4. ich habe den cool twister auch und ich liebe ihn.. kein langes warten usw. ich kann mir gar nicht mehr vorstellen ein flässchen ohne ihn zu machen. aber für beikost später haben wir auch ein wärmer zu hause, den ich anfangs für fläschen sehr kurz benutzt hatte

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  5. ich habe den cool twister auch und ich liebe ihn.. kein langes warten usw. ich kann mir gar nicht mehr vorstellen ein flässchen ohne ihn zu machen. aber für beikost später haben wir auch ein wärmer zu hause, den ich anfangs für fläschen sehr kurz benutzt hatte

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  6. ich habe den cool twister auch und ich liebe ihn.. kein langes warten usw. ich kann mir gar nicht mehr vorstellen ein flässchen ohne ihn zu machen. aber für beikost später haben wir auch ein wärmer zu hause, den ich anfangs für fläschen sehr kurz benutzt hatte

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