Mein erster Morgen alleine seitdem mein Sohn auf der Welt ist :O

Donnerstag, 3. Dezember 2015


Zuletzt habe ich euch ja ein wenig unsere normale Tagesroutine beschrieben. Ich weiß, das klingt alles recht entspannt. Aber die Mamas unter euch werden den Haken vermutlich schon erahnen. Bis 9 Uhr schlafen ist zwar himmlisch, bedeutet aber nicht, dass man hiernach für einen stressigen Tag immun ist :D Ein Kleinkind kann einen ganz schön auf Trab halten. Und nebenbei die Selbständigkeit, den Haushalt und andere Aufgaben zu organisieren ist manchmal ein echter Balanceakt. Daher bin ich jedes Mal froh, wenn mein Mann wieder mal einen Tag frei hat. Oder auch eine ganze Woche, so geschehen in der letzten Woche.

Montagmorgens gehen MoJo und ich immer zu seiner Spielgruppe. Als dort zum ersten Mal ein Papa als Vertretung für seine Frau mitkam, witterte ich meine Chance. Auch wenn das mittlerweile schon lange her ist, habe ich gleich gehofft, dass irgendwann mal mein Mann montags auch mal frei hat und mit MoJo hingeht. Denn ungelogen, seitdem MoJo auf der Welt ist, war ich noch an keinem einzigen Morgen alleine zuhause. Einmal habe ich wegen eines Junggesellinnenabschieds wo anders übernachtet, aber das war etwas anderes. Ich hatte schon ganz vergessen, wie es ist morgens aufzustehen, zu duschen, sich fertig zu machen und zu frühstücken- alles in seiner eigenen Geschwindigkeit. Sonst passe ich mein Tempo ja immer meinem Sohn und seinen Bedürfnissen an.

 
Und ich hatte Glück: Mein Mann hat sich tatsächlich letzte Woche bereit erklärt, mit MoJo zur Spielgruppe zu gehen (auch wenn er es nachher ein wenig bereut hat :D ) Und da war er nun. Mein erster Morgen alleine seit 1,5 Jahren. Ich war aufgeregt wie ein kleines Kind, schon am Abend davor. Als würde etwas ganz Besonderes passieren. Als meine Männer dann schließlich das Haus verlassen haben, wusste ich dann aber zuerst gar nicht so recht wohin mit mir. Die ersten 10 Minuten meines freien Morgens verbrachte ich also damit, dem Ticken einer Uhr zu lauschen. Was war Stille nochmal?

Doch ich wollte nicht die ganze Zeit im Bett verbringen. Also schälte ich mich aus der Bettdecke und steuerte die Dusche an. Duschen tue ich zwar fast jeden Morgen, diesmal wollte ich es aber in vollen Zügen auskosten. Das heißt: In Ruhe rasieren, ohne dabei in Hektik ein Massaker zu veranstalten. Ein Peeling für die vernachlässigte Haut. Eine Haarkur machen ohne mir über die Einwirkzeit Gedanken machen zu müssen. Und danach mein Lieblingsbodyöl benutzen. An diesem Tag machte es schließlich nichts, dass es zum Einziehen recht lange braucht. Deshalb ging mein Morgen im Bademantel los. Marmeladentoast und ein Lattemacchiato kamen mit mir ins Wohnzimmer und ich konnte mein Frühstück mit meiner aktuellen Lieblingsserie Revenge genießen. (Ich musste mich echt konzentrieren, den Haushalt einfach mal links liegen zu lassen. Aber der würde mir schließlich nicht davon laufen...). Ich habe die verbleibende Zeit lieber mal für den Unsinn genutzt, meine Fingernägel passend zur Kaffeetasse zu lackieren :D Auf was für Ideen man mit zu viel Zeit kommt... ;)

Aber dann ging auch schon die Tür auf. Und wisst ihr was? Ich war überhaupt nicht enttäuscht, dass mein erster Morgen alleine nach ca. 2 Stunden auch schon wieder zu Ende war. Obwohl es gut getan hat, den Morgen mit Kleinigkeiten zu verbringen für die ich sonst keine Zeit habe. Ich habe ständig daran denken müssen, wie schön meine Morgen auch mit MoJo sind. Eigentlich sogar noch viel schöner ;) Daher war es kein Wunder, dass MoJos Lieblingstoastbrötchen schon auf ihn wartete, bevor er zuhause war :D 

Ab und zu sind Auszeiten echt gut. Ich war froh im Verlauf der Woche auch noch liebe Freunde wieder sehen zu können und die ein oder anderen Dinge zu tun, die in meinem normalen Alltag keinen Platz mehr haben. Doch schön ist, wenn einem in solchen Momenten klar wird, dass das normale Leben auch gut ist und man dankbar dafür sein darf =)



Was macht ihr besonders gerne, wenn ihr euch mal eine kleine Auszeit gönnen könnt?

2 Kommentare |

  1. Liebe Katharina,
    Ich mag deinen Blog sehr, ich lese mit seit ich ihn über BabyCenter entdeckt habe. Meine Kleine ist auch ein August2014-Baby :) Ich wollte mal loswerden, dass mir deine Texte gut tun - immer wenn ich wegen Müttern oder Geschehnissen des realen Lebens verunsichert bin lande ich wieder hier und versuche zu verinnerlichen was du zwischen den Zeilen schreibst. Dass nur ich und meine kleine Familie zähle. Das nicht immer alles "perfekt " laufen muss und ich trotzdem gut gelaunt sein "darf". Das es kein Drama ist, wenn das Baby beim Stadtbummel keine Lust mehr hat und nicht aufhört zu nörgeln. Das all das unwichtig ist weil man sich hat. Und das man keine Angst haben muss, wenn man Vertrauen hat. Also danke. Auch heute haben mich deine Zeilen wieder auf den Teppich geholt.
    Liebe Grüße
    Katharina

    (Vielleicht hast du Lust an und zu zu mailen?)

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    1. Ach Mensch, du hast mir mit deiner Nachricht echt den Tag versüßt =) Es freut mich so sehr, dass dir das Lesen hier Spaß macht und ab und an auch gut tut =) Als Augustmamas 2014 und Katharinas haben wir ja schon eine ganze Menge gemeinsam ;) Gerne kannst du mir mailen (katharina.nickmann.kunkel@googlemail.com) oder über die Facebookseite meines Blogs eine Nachricht schreiben. Wie es dir lieber ist. Freue mich von dir zu hören =)

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